Stakatisches Supertramp Rhytmus-Klavier, leichte Vocoder Refrain-Vocals alá ELO gepaart mit BritPopBratgitarren und -Gesang. Hübsch. Apropos: Are you afraid of garlic fries? Für alle die keine Zahnklammer mehr, oder richtig zu beißen wollen.
Düster, melancholisch, trauernd und dennoch kraftvoll, spannungsreich und mit schleppendem Beat. Es ist zu vermuten, dass Brian Hugh Warner hier seine Trennung von Dita von Theese im Kopf hatte. Vorsicht: Die unschuldig aussehende Schönheit gibt dir den Todesstoss. Beeindruckend.
Seinerzeit von Trent Razor, Nine Inch Nails(1), entdeckt, ist die Band Marilyn Manson mehr durch ihre Skandale und provokanten Auftritte bekannt, denn durch ihre Musik. Es gehört im GlamGothic eben doch mehr als blose Intrumentenbeherrschung und Vitamin-B dazu. Ein schillerndes, polarisierendes Image hilf hier genauso, wie eine Hammer-Bühnenschow, Killertracks und eben einen eksaltierten Lebenswandel. Sozusagen der amerikanische (Alp-)traum of the NoWay of Life. Mag sein, dass dem ein oder anderen das zu wüst ist, doch was Brian Hugh Warner mit seiner Stimme oder Pogo mit seinen Songmaterial uns servieren, ist absolut amtlich. Blues für alle die jenseits von 130 BPM im Normalbetrieb ticken. Diesmal geht's auch nicht um die diametrale Dichotomie von Gut und Böse, von Sado und Maso, von Dom und Sub, die sich der ein oder andere als Alibi für seine eigenen Grausamkeiten(2) zu recht legt, und von anderen unterstellt werden. Nein, nein diesmal geht es um ein einfaches gebrochenes Herz. Vielleicht seine Art mit der Scheidung von Dita von Teese fertig(3) zu werden. Ob es dabei auch ein Exklusiv-Konzert von Max Raabe und dem Palast Orchester(4) gab?
Schon seit über zwei Jahren nichts mehr neues von den Jungs aus Los Angeles gehört. Das letzte war die Kollab mit Jay Z. Aber das hier crossovered weniger, bleibt rockig. Nicht zu hart, mit sensationellem Intro und schreiendem Refrain. Bei der Art von Video, bei dem Elend, Krieg, Armut und Verzweiflung mit der kultigen Verehrung der Rock-Veteranen gemischt wird, bleibt bei mir immer ein ambivalenter Geschmack. Hilft das jetzt beim Kampf gegen die Armut, oder wird hier am Elend der Welt verdient? Was hab' ich nur getan.